ARTIST STATEMENT -
ANALOGE KLARHEIT

In einer Welt, die von ständiger Verfügbarkeit, digitaler Beschleunigung und unendlichen Reizen geprägt ist, droht das Wesentliche oft aus dem Blick zu geraten. Die Überfülle an Eindrücken erzeugt paradoxerweise eine innere Leere – einen Mangel an wirklicher, stiller Erfahrung.

Meine Kunst ist ein bewusster Gegenentwurf zu dieser Rastlosigkeit. Sie lädt ein zur Verlangsamung, zur Reduktion und zur Rückkehr zum Analogen. Ich glaube, dass wir innere Ruhe nicht durch immer neue Impulse finden, sondern durch das bewusste, konzentrierte Sehen im Hier und Jetzt – mit unserem Körper, unserem Atem und unserer vollen Aufmerksamkeit.

In einer Haltung der Klarheit und Präsenz entstehen meine Arbeiten: reduziert, elegant minimalistisch und widerständig gegen den schnellen Konsum. Ich arbeite mit analogen Materialien und setze Farbfelder in Blau-, Grün- und Erdtönen ein, die Räume öffnen, in denen Stille erlebbar wird. Diese Farbräume sind keine lauten Bühnen, sondern stille Landschaften, in denen man sich selbst begegnen kann.

Meine Werke sind Einladungen, ohne Ziel zu schauen, dem Rhythmus der eigenen Wahrnehmung zu folgen und sich dem zu öffnen, was in der Stille geschieht. Wer sich darauf einlässt, kann darin nicht nur eine ästhetische Erfahrung finden, sondern auch ein Stück innerer Balance und Klarheit – eine Rückkehr zu sich selbst.

REFERENZEN

„Eine freier, intuitiver Schaffensprozess bildet die Grundlage der Werke von Christiane Pieper, die durch harmonische Farbspektren und eine lebendige Dramatik faszinieren… Sie versteht Farbe als eigenständiges Ausdrucksmittel im Spannungsfeld zwischen räumlicher Sensibilität und dem Widerstand gegen Begrenzungen. Malerei ist für Christiane Pieper ein Weg zu innerer Ruhe und Ausdruck ihrer impulsiven wie reflektierten Arbeitsweise. Ihre Bilder kombinieren ungezügelte Energie mit einer vibrierenden, jedoch ausgewogenen Dynamik“.
Juliane Lachenmann M.A., Kunsthistorikerin und Galeristin
„Nimmt man sich Zeit und lässt man sich ein auf diese Welt der Farben, die eine ganz einzigartige Kraft ausstrahlen, öffnen sich Räume, die sehr verschieden sind von den Illusionsräumen gegenständlicher Malerei. Der oft dünn aufgetragene Farbauftrag lässt tieferliegende Schichten erahnen. Natureindrücke, (Texturen von Steinoberflächen und Hölzern etc.) werden in einem langwierigen Prozess nach und nach abstrahiert und von äußerer Form und Dreidimensionalität befreit, dies die entsprechenden Farbfelder sich vom Vorbild emanzipieren und aus sich selbst zu wirken beginnen.“
Prof. Jörg Bachhofer, München - Nürnberg
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